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Als für den 8. September 1985 der Papstbesuch in Liechtenstein angekündigt wurde, ging es an die Planung der verschiedenen Veranstaltungen an diesem Tag. - Für den späteren Nachmitta? Wirg war eine Begegnung mit den Jugendlichen geplant und in der Anrede der Jugendlichen wurde vorgeschlagen, dass Johannes Paul II die Jugendlichen begrüsst mit "Hoi Zäme".
Zwischen diesem Vorschlag und der Umsetzung gab es einen regen Austausch zwischen dem damaligen Dekan Franz Näscher und dem Vatikan. Thema war: Was bedeutet "Hoi Zäme" Im Nachhinein ist es für mich nicht nur eine lustige Begebenheit, die den Papst diese Begrüssung auch sprechen liess. - Vielmehr ist es für mich heute nach wie vor die Frage, was verstehen wir unter "Hoi Zäme". Eigentlich ist es ein Grusswort an mehrere Personen, die miteinander unterwegs sind. Es wird Wertschätzung, Akzeptanz und Aufmerksamkeit ausgedrückt. Es ist ein Gruss, der das Gegenüber wahrnimmt und eine Gemeinschaft feststellt. Eine Gemeinschaft wird wahrgenommen, die aus verschiedenen Personenn besteht; die jedoch auf dem gleichen Wege oder am gleichen Orte sind. So ist die Frage heute noch berechtigt: Wir dieses Miteinander auch gelebt und gepflegt? Wird es gewertschätzt und gefördert - oder geht jede Person den je eigenen Weg? "Hoi Zäme" meint ein miteinander unterwegs sein in einer Gemeinschaft und in der Verschiedenheit. Es meint ein Wahrnehmen der Vielfalt. Zwei Worte führten damals zu grossen Diskussionen zwischen Liechtenstein und dem Vatikan. Die Diskussionen wurden geführt und die Sachlage geklärt und die Veranstaltung wurde ein Miteinander. - Ist dies nicht auch heute noch ein Weg für unsere Gesellschaft?
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Ist es manchmal nicht eigen, was uns und mit uns geschieht? - Man nimmt sich irgendetwas vor und versucht dies zielstrebig zu erreichen. Und dann geschieht auf einmal etwas, mit dem wir nicht gerechnet haben. - Und dann stellt sich die Frage, wie damit umgehen? In den letzten Tagen habe ich eine kleine Wanderung gemacht durch den Wald zu einem schönen Aussichtspunkt. Zielstrebig habe ich mir vorgenommen abzuschalten, mich nicht ablenken zu lassen und zügig das Ziel zu erreichen. - Und was geschah? Ungefähr in der Hälfte der Strecke machte eine Hummel einen so grossen Lärm, dass ich schauen musste, was denn da los ist. Sie sass auf einer wunderbaren Blüte - und zu meinem Erstaunen flatterte ihr gegenüber ein wunderschöner gelber Schmetterling. Ich konnte nich anders als innehalten und zuschauen, was da geschieht. Es war so schön zu sehen, wie sich die Hummel und der Schmetterling die Blüte teilten. Ja, es sah so aus, wie wenn sie "miteinander flirteten". Für mich ging dieses Schauspiel ein paar Minuten und erfreute mich sehr. Als der Schmetterling wegflog, setzte ich meinen Weg wieder fort. - Und dann kam der Schmetterling und begleitete mich den Weg zeigend fast bis zum Ziel. Sind wir offen für Begegnungen, die wir nicht einberechnet haben? Sind wir offen für unerwartete Geschenke? Sind wir offen unser Leben nicht zu fixieren, sondern beweglich zu gestalten - im Bewusstsein für die vielen Fügungen, die uns geschenkt sind? Lassen Sie sich ein auf Neues und den jeweiligen Augenblick. PS: Leider (oder vielleicht zum Glück) kam ich nicht auf die Idee, diese Szene zu fotografieren - umso mehr ist sie in meinem Herzen. Letzthin hat mir eine Grossmutter die oben dargestellte Szene als Film gezeigt. Ihre beiden Enkel und die Enkelin haben am See das Fliessen des Wassers ausprobiert. Sie haben festgestellt, wie sehr der Sand sich zuerst verfestigen muss, damit das Wasser schlussendlich darauf fliessen kann und nicht versickert.
Der obige Augenblick zeigt jenen Zeitpunkt als das durch die selbstgemachte Rinne fliessende Wasser sich mit dem See verbindet und in diesen fliesst. Dabei jubeln alle 3 Kinder voller Freude, dass die Rinne funktioniert und sich das Wasser mit dem See verbindet. Die Kinder können staunen, über das, was Ihnen gelungen ist; sie staunen über das fliessende und sich verbindende Wasser. - Eigentlich ist es für uns eine Selbstverständlichkeit. Doch zeigt nicht gerade dieses Bild, dass es eben doch nicht selbstverständlich ist. Für mich ist dies ein schönes Beispiel, wie wir wieder vermehrt lernen sollten zu staunen und uns - auch an angeblichen Kleinigkeiten - erfreuen dürfen. Nicht umsonst heisst wohl in der Bibel mit den Worten von Jesus Christus: "Lasst die Kinder zu mir kommen" und "Werdet wie die Kinder" So wünsche ich uns allen wieder die Begabung zu Staunen und sich zu Erfreuen. Wenn ich die heutige Weltsituation und auch die kirchliche anschaue, dann ist sehr viel im Umbruch.
Auffallend ist allerdings wie sehr oftmals nicht die Sache im Vordergrund steht, sondern es um einen "Personenkult" geht. Es wird geschaut wie sich eine Person verhält, was sie macht usw. - und dann erfolgen die Kommentare in die verschiedensten Richtungen. Und es wird geschrieben, gefilmt, geredet und vieles andere mehr - über die Person. Doch um die Sache gibt es kaum Informationen oder Debatten. Diese scheint fast unbedeutend zu sein. Vielleicht liegt hierin ein Problem unserer Gesellschaft: Sich nicht mit der Sache auseinandersetzen, doch lieber auf eine Person zielen und hierüber zu reden. Und dann zu entscheiden, ob man gegen oder für die Person ist und sich in der Sache zu verhalten. Vereinfacht heisst dies dann auch: Es wird auch gehört, wer am Lautesten schreit und nicht wer recht hat. Gefordert wäre allerdings die sachliche Auseinandersetzung - sowohl in der Kirche wie auch in der Gesellschaft. Und auf Grund der Sache sich zu entscheiden. Zu viele Fragestellungen in unserer Zeit werden darum nicht mehr behandelt, nicht entschieden und hinausgeschoben. So wird dann dieser Spruch eben nicht umgesetzt: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende." - Man nimmt in Kauf, dass das Problem grösser und grösser wird, bis es angeblich nicht mehr gelöst werden kann. So sind in unserer Zeit wieder sachliche Diskussionen und darauf gründende Entscheidungen eingefordert. Dies bedeutet auch den Mut sich einzusetzen und damit auszusetzen und nicht auf die eigene Selbstdarstellung zu schauen. So wünsche ich uns allen den Mut zum Umbruch und zum Entscheid. In unserer Welt ist sehr viel in Bewegung und viele Menschen setzen sich zusammen um zu diskutieren, zu besprechen, zu erörtern usw. - Was leider oftmals nicht geschieht, ist das Handeln für die Zukunft.
Unsere Welt braucht mutige Entscheidungen, die jetzt gefällt und umgesetzt werden und nicht wieder Vertröstungen. Schauen Sie hin, wie viel Energie wird gebraucht um Dinge zu verhindern? - Mit der gleichen Energie könnten schon lange anfallende Probleme gelöst sein. Dies natürlich auch unter dem Bewusstsein, unabhängig von wem die Idee dazu war oder ist. Unabhängig auch, ob es mir persönlich, meiner Stellung, meiner Karriere dient. - Sondern einfach im Gedankengang, dass es zum Wohle der Menschheit ist. Ostern ist nicht einfach der Hinweis auf das ewige Leben, das Gott uns schenkt. - Ostern ist auch der Hinweis auf einen Neuanfang mit neuer Begeisterung und neuem Elan. Symbolisch drücken wir dies aus, mit jenem Tag an dem Jesus Christus auferstand: der ACHTE Tag. Am ersten begann Gott mit der Schöpfung, am siebten ruhte er, am achten erstand er von den Toten zu neuem Leben. So wünsche ich uns allen dieses Auferstehen zu neuem Leben in Begeisterung und Freude. Die Auferstehungsliturgie begann um 6.30 Uhr in aller Stille. Kein Strassenlärm, kein Autolärm, kein Geschrei oder irgendwelche Unruhe.
In diese Stille hinein wartend am Osterfeuer ertönten die ersten musikalischen Werke von Vogelgezwitscher. Die Vögel durchbrachen die Stille und machten hörbar wie das Leben erwacht - zuerst ganz wenige und sanft. Schliesslich kamen auch die grösseren Vögel und zwitscherten ihren Gesang. Beginnt das Leben nicht neu in der Ruhe und Stille und lässt alles andere langsam sich entfalten. Ostern - Auferstehung - beginnt im Stillen und Unscheinbaren. Dort geschieht es, wo es niemand erwartet und sich überraschen lässt. Wir sind eingeladen die Auferstehung bei uns geschehen zu lassen und uns darauf einzulassen - wie auf das Gezwitscher der Vögel: sich anrühren lassen und sich bewegen. Frohe Ostern! In den letzten Tagen ist sehr viel geschrieben worden wegen der möglichen Weihe von Bischöfen bei den Piusbrüdern - ohne Erlaubnis des Papstes. Zu oft wird hierbei nur mit der Liturgie im tridentenischen Ritus oder dem ausserordentlichen Ritus geredet.
Faktisch geht es doch um sehr viel mehr: a. Anerkennung des II. Vatikanums b. Anerkennung der Päpste seit dem II. Vatikanum: Paul VI, Johannes Paul I, Johannes Paul II, Benedikt XVI, Franziskus, Leo XIV Zu überlegen sind dann noch diese Punkte: 1. Wie kann es sein, dass es in einer Glaubensgemeinschaft 2 verschiedene Kirchenjahre gibt (z.B. die röm.kath. Kirche feiert das Fest Christkönig am Ende des Kirchenjahres vor dem 1. Advent; die Piusbrüder feiern es im Oktober 2. Der Generalobere der Piusbrüder ist ein Priester. Ihm unterstellt sind die beiden Bischöfe. - In der röm.kath. Kirche steht zuoberst in der Leitung der Kirche der Papst, dann die Bischöfe, dann die Priester. Sie finden hier ein Interview zu Weihnachten, das von Raphael Fässler (www.flowingyou) mit mir geführt wurde. Vom Schwingen verstehe ich nichts. Doch als ich am 25. August 2025 das Areal besichtigte, musste ich staunen, was hier möglich wird mit Freiwilligenarbeit und Engagement.
Zu den erstaunenswerten Dingen gehörten und gehören für mich: a. Die Freiwilligen kommen von überallher und gehen auch weiterhin gleichzeitig ihrer Arbeit nach. b. Es wurde noch aufgebaut und gleichzeitig war das Areal begehbar und konnte schon gefeiert werden. c. Eine Arena mit mehr als 56'000 Plätzen in einem Kanton von ca. 42'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. - Eine Arena in dieser Grösse, die dann wieder abgebaut wird d. Der unübersehbare Muni-Max Am Erstaunlichsten für mich war jedoch der Gabentempel. Verstehen Sie mich nicht falsch. Er war nicht erstaunlich wegen den hier aufgestellten Gaben. Erstaunlich war wie die Gaben präsentiert wurden/werden: In einem Gebäude aus Holz, das wieder auseinandergenommen werden und andernorts wieder aufgestellt werden kann. Und hier war Feinarbeit, Präzision, Ästhetik und grosse Handwerkskunst sicht- und spürbar. Wenn ich all das oben Beschriebene zusammenfasse, stellt sich mir die einzige Frage: WAS WÄRE MÖGLICH, WENN DIESES ENGAGEMENT IN DIESEM SCHÖNEN LAND DIE GANZE ZEIT IN EINEM MITEINANDER UND FÜREINANDER, IN BEGEISTERUNG UND ELAN GELEBT WÜRDE? - Unabhängig ob in Familie, Quartier, Gemeinde, Kanton, Verein, Kirche? Die Schweiz würde wohl neu erblühen. Ist Ihnen schon mal aufgefallen wie in den letzten Monaten gerade von intoleranten Gruppierungen/Menschen Toleranz gegenüber ihnen eingefordert wird? Sie selbst pflegen jedoch eine Intoleranz im höchsten Grade.
Es befremdet und erstaunt mich, dass gegenüber solchen Gruppierungen und Menschen, die sehr absolut auftreten, nach wie vor mit Samthandschuhen begegnet wird. - "Wehret den Anfängen" heisst darum nicht umsonst ein altes Sprichwort. In eine ähnliche Richtung gehen auch Bestrebungen etwas als das absolut Richtige darzustellen, das zu einem bestimmten Zeitpunkt Gültigkeit hatte - und das nun einem gefällt und nicht mehr veränderbar ist. Die Begründung ist dann immer gleich: Es war schon immer so. - Vergessen wird dann die geschichtliche Entwicklung, die hinter all dem steckt und die zu diesem ersten Ergebnis geführt hat - und eben dann auch weitergeht. Warum sollte es auf einmal stehen bleiben? Toleranz gegenüber der Intoleranz ist gefährlich und schadet der menschlichen Entwicklung. Die Menschheit macht nur Fortschritte, wenn sie sich auf Dialoge, Gespräche und Gegebenheiten einlässt und dann immer wieder von Neuem entscheidet. Im christlichen Glauben zeigt sich dies z.B. sehr gut mit der Entwicklung, wie umgegangen wird mit Menschen, die einem Schaden zugefügt haben: a. Zuerst durfte mit diesem Menschen gemacht werden, was man wollte - reine Willkür. b. Dann "Zahn um Zahn" c. Schliesslich: "Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halte ihm auch die rechte hin" - das Aufzeigen eines anderen Weges im Gegensatz zum gleichen Schaden anrichten. |
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Mai 2026
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