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Wenn ich die heutige Weltsituation und auch die kirchliche anschaue, dann ist sehr viel im Umbruch.
Auffallend ist allerdings wie sehr oftmals nicht die Sache im Vordergrund steht, sondern es um einen "Personenkult" geht. Es wird geschaut wie sich eine Person verhält, was sie macht usw. - und dann erfolgen die Kommentare in die verschiedensten Richtungen. Und es wird geschrieben, gefilmt, geredet und vieles andere mehr - über die Person. Doch um die Sache gibt es kaum Informationen oder Debatten. Diese scheint fast unbedeutend zu sein. Vielleicht liegt hierin ein Problem unserer Gesellschaft: Sich nicht mit der Sache auseinandersetzen, doch lieber auf eine Person zielen und hierüber zu reden. Und dann zu entscheiden, ob man gegen oder für die Person ist und sich in der Sache zu verhalten. Vereinfacht heisst dies dann auch: Es wird auch gehört, wer am Lautesten schreit und nicht wer recht hat. Gefordert wäre allerdings die sachliche Auseinandersetzung - sowohl in der Kirche wie auch in der Gesellschaft. Und auf Grund der Sache sich zu entscheiden. Zu viele Fragestellungen in unserer Zeit werden darum nicht mehr behandelt, nicht entschieden und hinausgeschoben. So wird dann dieser Spruch eben nicht umgesetzt: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende." - Man nimmt in Kauf, dass das Problem grösser und grösser wird, bis es angeblich nicht mehr gelöst werden kann. So sind in unserer Zeit wieder sachliche Diskussionen und darauf gründende Entscheidungen eingefordert. Dies bedeutet auch den Mut sich einzusetzen und damit auszusetzen und nicht auf die eigene Selbstdarstellung zu schauen. So wünsche ich uns allen den Mut zum Umbruch und zum Entscheid.
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April 2026
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