|
Letzthin hat mir eine Grossmutter die oben dargestellte Szene als Film gezeigt. Ihre beiden Enkel und die Enkelin haben am See das Fliessen des Wassers ausprobiert. Sie haben festgestellt, wie sehr der Sand sich zuerst verfestigen muss, damit das Wasser schlussendlich darauf fliessen kann und nicht versickert.
Der obige Augenblick zeigt jenen Zeitpunkt als das durch die selbstgemachte Rinne fliessende Wasser sich mit dem See verbindet und in diesen fliesst. Dabei jubeln alle 3 Kinder voller Freude, dass die Rinne funktioniert und sich das Wasser mit dem See verbindet. Die Kinder können staunen, über das, was Ihnen gelungen ist; sie staunen über das fliessende und sich verbindende Wasser. - Eigentlich ist es für uns eine Selbstverständlichkeit. Doch zeigt nicht gerade dieses Bild, dass es eben doch nicht selbstverständlich ist. Für mich ist dies ein schönes Beispiel, wie wir wieder vermehrt lernen sollten zu staunen und uns - auch an angeblichen Kleinigkeiten - erfreuen dürfen. Nicht umsonst heisst wohl in der Bibel mit den Worten von Jesus Christus: "Lasst die Kinder zu mir kommen" und "Werdet wie die Kinder" So wünsche ich uns allen wieder die Begabung zu Staunen und sich zu Erfreuen.
0 Kommentare
Wenn ich die heutige Weltsituation und auch die kirchliche anschaue, dann ist sehr viel im Umbruch.
Auffallend ist allerdings wie sehr oftmals nicht die Sache im Vordergrund steht, sondern es um einen "Personenkult" geht. Es wird geschaut wie sich eine Person verhält, was sie macht usw. - und dann erfolgen die Kommentare in die verschiedensten Richtungen. Und es wird geschrieben, gefilmt, geredet und vieles andere mehr - über die Person. Doch um die Sache gibt es kaum Informationen oder Debatten. Diese scheint fast unbedeutend zu sein. Vielleicht liegt hierin ein Problem unserer Gesellschaft: Sich nicht mit der Sache auseinandersetzen, doch lieber auf eine Person zielen und hierüber zu reden. Und dann zu entscheiden, ob man gegen oder für die Person ist und sich in der Sache zu verhalten. Vereinfacht heisst dies dann auch: Es wird auch gehört, wer am Lautesten schreit und nicht wer recht hat. Gefordert wäre allerdings die sachliche Auseinandersetzung - sowohl in der Kirche wie auch in der Gesellschaft. Und auf Grund der Sache sich zu entscheiden. Zu viele Fragestellungen in unserer Zeit werden darum nicht mehr behandelt, nicht entschieden und hinausgeschoben. So wird dann dieser Spruch eben nicht umgesetzt: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende." - Man nimmt in Kauf, dass das Problem grösser und grösser wird, bis es angeblich nicht mehr gelöst werden kann. So sind in unserer Zeit wieder sachliche Diskussionen und darauf gründende Entscheidungen eingefordert. Dies bedeutet auch den Mut sich einzusetzen und damit auszusetzen und nicht auf die eigene Selbstdarstellung zu schauen. So wünsche ich uns allen den Mut zum Umbruch und zum Entscheid. In unserer Welt ist sehr viel in Bewegung und viele Menschen setzen sich zusammen um zu diskutieren, zu besprechen, zu erörtern usw. - Was leider oftmals nicht geschieht, ist das Handeln für die Zukunft.
Unsere Welt braucht mutige Entscheidungen, die jetzt gefällt und umgesetzt werden und nicht wieder Vertröstungen. Schauen Sie hin, wie viel Energie wird gebraucht um Dinge zu verhindern? - Mit der gleichen Energie könnten schon lange anfallende Probleme gelöst sein. Dies natürlich auch unter dem Bewusstsein, unabhängig von wem die Idee dazu war oder ist. Unabhängig auch, ob es mir persönlich, meiner Stellung, meiner Karriere dient. - Sondern einfach im Gedankengang, dass es zum Wohle der Menschheit ist. Ostern ist nicht einfach der Hinweis auf das ewige Leben, das Gott uns schenkt. - Ostern ist auch der Hinweis auf einen Neuanfang mit neuer Begeisterung und neuem Elan. Symbolisch drücken wir dies aus, mit jenem Tag an dem Jesus Christus auferstand: der ACHTE Tag. Am ersten begann Gott mit der Schöpfung, am siebten ruhte er, am achten erstand er von den Toten zu neuem Leben. So wünsche ich uns allen dieses Auferstehen zu neuem Leben in Begeisterung und Freude. Die Auferstehungsliturgie begann um 6.30 Uhr in aller Stille. Kein Strassenlärm, kein Autolärm, kein Geschrei oder irgendwelche Unruhe.
In diese Stille hinein wartend am Osterfeuer ertönten die ersten musikalischen Werke von Vogelgezwitscher. Die Vögel durchbrachen die Stille und machten hörbar wie das Leben erwacht - zuerst ganz wenige und sanft. Schliesslich kamen auch die grösseren Vögel und zwitscherten ihren Gesang. Beginnt das Leben nicht neu in der Ruhe und Stille und lässt alles andere langsam sich entfalten. Ostern - Auferstehung - beginnt im Stillen und Unscheinbaren. Dort geschieht es, wo es niemand erwartet und sich überraschen lässt. Wir sind eingeladen die Auferstehung bei uns geschehen zu lassen und uns darauf einzulassen - wie auf das Gezwitscher der Vögel: sich anrühren lassen und sich bewegen. Frohe Ostern! |
Archiv
Mai 2026
Kategorie
|
RSS-Feed