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Wenn wir die heutige Zeit in Politik, Gesellschaft und Kirche anschauen, dann müssen wir feststellen wie viel Energie, Zeit und Aufwand investiert wird um gegen etwas zu kämpfen. Oftmals wird dies begründet mit, dass dies nicht sein darf.
Wie wäre es jedoch, wenn man für etwas kämpfen würde? Könnte damit dann nicht aufgezeigt und vorgelebt werden, wie das andere gar nicht nötig ist und keine Reiz hat gegenüber dem Anderen, für das man sich einsetzt? Sehr staune ich, wie in unserer Gesellschaft gute Dinge nicht realisiert werden, weil - niemand sich die Zeit für sie nimmt, sondern gegen anderes kämpfen muss - Bürokratie und Administration alles erschweren und verlangsamen (Bsp ist der Kauf eines Grundstückes für ein Pfarreizentrum vor 80 Jahren, das bis heute nicht steht - oder ein altes Fussballstadium, das abgerissen wurde und noch nicht ersetzt wurde und viele andere - die offene Meinung nicht mehr gewünscht wird und wenn sie praktiziert wird, dies ein Ende der Berufslaufbahn bedeutet. Vielmehr sind JA-Sagende gefragt - Vetternwirtschaft gepflegt wird. Unsere Gesellschaft und Kirche kommt nur vorwärts, wenn man sich für einsetzt - und dies sagt Jesus auch im heutigen Evangelium Mt 10,37-42, wo er indirekt gegen Vetternwirtschaft redet und den Einsatz für die Sache einfordert. Aus dem Bistum Chur und seiner Blütezeit gibt es ein schönes Beispiel: Die Blütezeit des Bistums war immer dann, wenn verschiedene Meinungen und Persönlichkeiten an einem Tisch zusammen kamen, miteinander diskutierten und miteinander entschieden haben. Es war dies gelebte Synodalität ohne davon ein grosses Theater zu machen. Setzen wir uns ein für die Sache und diskutieren und entscheiden wir miteinander.
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Unter TEAM oder Teamarbeit wird heute sehr unterschiedliches verstanden. Und Team ist eigentlich auch eine moderne Bezeichnung für das alte christliche Bild des "Leibes Christi". So gilt dieser Begriff nicht nur für Angestellte, sondern für alle Menschen, die in einer Gemeinschaft sich einbinden und einbringen. Doch wie wird dies verstanden?
Manche Menschen sagen von sich, dass sie gerne in einem Team arbeiten oder leben: sei es im Verein, in der Familie, im Geschäft, in der Freizeit. Und wenn dann etwa nachgefragt wird, was das bedeutet, kann man dann Team als solches verstanden wissen: Schön, dass wir im Team sind und die andere Person dann den Kopf hinhält oder die eigentliche Arbeit macht - und ich kann dann die Lorbeeren ernten. So verstandenes Team heisst dann: Toll Ein Anderer Machts Gerade christlich ist dies nicht und auch nicht das Ideal unserer christlichen Gemeinschaft. Eine andere Darstellung von TEAM zeigt sich in der Form, wo eine jede Person für die anderen da ist, sich einbringt und ergänzt, sich an den Erfolgen des anderen erfreut und motiviert und stützt nach bestem Wissen und Gewissen. Dies wird zusammengefasst mit: Toller Einsatz Aller Mitmachenden. Sie können selber entscheiden, welchen Weg Sie gehen möchten. Das christliche Gedankengut und unser Glaube sind geprägt vom zweiten Gedanken "Toller Einsatz aller Mitmachenden". Und es ist dies, was in unserer Gesellschaft heute von allen Christinnen und Christen eingefordert ist um die Welt wieder in eine richtige Bahn zu führen: Weg vom Egoismus zu einem Miteinander; weg von Abschätzung zu Aufmunterung, weg von Profitdenken zu Solidarität. - Nur miteinander sind wir alle stark und können die Welt im Geiste Gottes und seiner Intention verändern. So wünsche ich Ihnen allen viele tragende, schützende, orientierende und führende Hände und dass sie dies auch für Ihre Mitmenschen sein können. |
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Juli 2026
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