Blog von K. Vogt
  • Home
  • Blog
  • Predigten
  • Livestream
  • Youtube
  • Monatstafeln
  • Ely
  • Kontakt

Kompetenzüberschreitung....

7/9/2022

0 Kommentare

 
In der Zwischenzeit werde ich immer mehr gefragt, was ich vom Vorkommnis halte, bei der eine Pfarreibeauftragte verabschiedet wurde und das Hochgebet teils von ihr alleine gesprochen wurde, teils zusammen mit den Anwesenden um den Altar (wobei das Hochgebet keines der anerkannten ist). Ergänzend dabei die Frage, was ich davon halte, dass nun der Bischof eine Voruntersuchung einleitet.
Die Antworten hierauf sind relativ einfach:
a. Das Ereignis ist für mich beschämend, da das Hochgebet mit den Einsetzungsworten den Priestern/Bischöfen vorbehalten ist.
b. Jede BerufschristIn (ausgebildete TheologIn) weiss, was die jeweilige Missio/Weihe für einen Auftrag beinhaltet (dies gilt auch in der ref. Kirche, in der orth. Kirche, in der lutheranischen Kirche: ein Auftrag ist nötig für verschiedene Aufgaben in der jeweiligen Kirche)
c. Der angeblich initiierten Sache für die Gleichberechtigung dient dies Ereignis nicht, sondern es schadet.
d. Dass die Zulassung zu den Weiheämtern diskutiert werden muss, ist schon lange klar und geschieht ja auch - vgl. die Diskussion Diakoninnen, viri probati, Pflichtzölibat (das Tempo der Diskussion kann sicher beschleunigt werden, doch auf vernünftige Art und Weise).
e. Es befremdet mich, dass selbst in den kath. Medien "nur" auf das angeblich schöne Ereignis bezug genommen wird - jedoch nicht auf den theologischen Hintergrund. - Und es erstaunt mich dabei, welche respektlosen Untertöne in den Zeilen mitschwingen. (Und es ist äusserst fraglich, dass auch Pressesprecher von kirchlichen Amtsstellen in Kommentaren in dieser Weise sich auf den offiziellen Kanälen der röm.kath. Kirche ausdrücken)
f. Wer das Video des Hochgebetes ins Internet stellt und dies international verbreitet wird, gibt dem Bischof gar keine andere Möglichkeit als zu reagieren - und er muss auch ohne Video reagieren (denn es geht um den Sachverhalt der Kompetenzüberschreitung und der theologischen Grundlage der Sakramentenspendung). Als Führungsperson ist der Bischof in der Pflicht zu reagieren und zu handeln.
g. Alle Fachtheologen könnten entsprechend auf verschiedene Fragestellungen ohne Probleme klare Antworten geben und dabei den Bischof in seiner Leitungsfunktion unterstützen.

Zusammenfassend dies: Es gibt hierbei nur VerliererInnen und schon gar keine GewinnerInnen.
---------------------
Und damit dies auch nochmals gesagt ist (da auf Rückfragen meinerseits ich auf die sexuellen Missbräuche von kirchlichen Mitarbeitenden hingewiesen wurde):  Nur weil ein paar wenige kirchliche MitarbeiterInnen (und ein/e jede/r einzelne ist einer/r zuviel, denn es dürfte niemand sein) sexuellen Missbrauch betrieben haben, machen dies nicht alle kirchlichen MitarbeiterInnen.
Sexueller Missbrauch hat nichts mit Kompetenzüberschreitung zu tun.
0 Kommentare

Ist alles erlaubt, nur weil es gefällt?

7/9/2022

0 Kommentare

 
Vor vielen Jahren wurde ich zu verschiedenen Anlässen eingeladen. Das eine war das "Welttheater" und da wurde zu Beginn des Stücks inszeniert, wie eine der Hauptrollen - die Gnade - aus Spargründen gestrichen wurde. Bei einem anderen Anlass war es das Theaterstück "Romeo und Julia" mit einer komplett anderen Handlung - so dass nach dem 1.Akt 2/3 der Zuschauer inkl. mein Gastgeber und ich das Theater verliessen.
Beiden gemeinsam ist, dass Werbung gemacht wurde mit bekannten Titeln - und dann wurde etwas anderes geboten als die Zuschauenden erwartet haben.
Während beim ersten Teil, das Theater interessant und spannend war - war es beim zweiten frustrierend und enttäuschend.
Beiden gemeinsam war jedoch: Den Zuschauenden wurde etwas vorgespielt, das nicht dem Titel entsprach. - Hat man darauf aufmerksam gemacht, wurde man bei erstem Beispiel belächelt ("Es war doch schön!") und beim zweiten bestätigt.
In den vielen Diskussionen, die heute in der Gesellschaft, Politik und Kirche laufen, stelle ich fest, dass oftmals nicht mehr hingeschaut wird, ob etwas dem titulierten Anspruch/Ausschreibung entspricht oder es nur noch darauf ankommt, ob es gefällt.
Mich stimmt dies traurig und nachdenklich - umso mehr als dabei Verantwortliche die zu gebenden Antworten nicht geben wollen und sich dabei des Wesentlichen fast schämen.
Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Kirche können nicht anhand einer Frage des "Gefallens" initiiert werden, sondern nur in dem sie den wahren Sachverhalt benennen, bekennen und darauf aufbauen. - Hierzu braucht es Mut und die Kraft vorauszugehen und nicht einfach zu reagieren oder gar auszusitzen.
0 Kommentare

Weihnachtsessen

31/8/2022

0 Kommentare

 
Sind Sie auch schon am 31. August zum Weihnachtsessen eingeladen worden?
Heute bekam ich die Mitteilung, dass ein Bekannter von mir die Einladung zum Weihnachtsessen erhalten hat. Und ich habe nicht schlecht gestaunt und in meiner Naivität gedacht: So früh schon? Da bin ja selbst ich langsam....
Auf mein Nachfragen kam die Antwort: Das Essen findet im September statt!
.......
Ja, da sind wir in unserer Gesellschaft angelangt: Wir nehmen bekannte Begriffe und verändern dann den Inhalt statt der Wahrheit zu entsprechen. Dann muss sich alles diesem neuen "Wortverständnis" fügen.
Die Einladung zu diesem "Weihnachtsessen" wäre nichts anderes als die Einladung zum "Personalessen".
Doch was hier geschieht, geschieht immer mehr in all unseren Lebensbereichen: Bekannte Begriffe werden genommen und dann sinnentstellt und verfremdet. Damit werden alle möglichen Begriffe ausgehöhlt und Unsicherheiten gesät - was ist jetzt wirklich gemeint?
Hier ein paar andere Beispiele:
"Stiller Sekt" - gemeint ist ein Weisswein, denn der sprudelt ja nicht, doch tönt es besser.
"Schnitzel PommesFrittes, ohne Pommes und ohne Schnitzel, jedoch mit Geschnätzeltem und Rösti" - gemeint ist "Züri-Gschnätzeltes"
"Ich bin ein strikter Gegner vom Autofahren und habe darum kein Auto." - Und man lässt sich vom Taxi chauffieren (das man selber ja nicht fährt, man sitzt nur drin)
und viele andere Dinge mehr.
So werden auf viele Arten falsche Tatsachen vorgegaukelt und Menschen in die Irre geführt.
Warum bleiben wir nicht bei der Wahrheit in den Begriffen und in den Handlungsweisen? - Dann wird die Welt verändert.


0 Kommentare

Demontage seiner selbst - die röm.kath. Kirche

20/8/2022

0 Kommentare

 
Seit mehr als 35 Jahren bin ich nun im kirchlichen Dienst. Dabei durfte ich viele engagierte Frauen und Männer kennenlernen - Freiwillige, Ehrenamtliche, in verschienden Gemeinschaften, in verschiedenen kirchlichen Berufen -, die sich sehr für den Glauben, dessen Vermittlung einsetzen und damit eine kirchliche Gemeinschaft bilden. Diesen Vielen geht es um das Leben, das Gott uns allen anvertraut hat.
Die Berichterstattung über all diese positiven Engagements ist jedoch verschwindend klein - obwohl es sehr viel hierüber schon alle aus der Schweiz zu berichten geben würde.
Doch berichtet wird über die - leider vorhandenen und abzulehnenden - Missetaten aus der ganzen Welt. Das Negative, das in der ganzen Welt geschieht, wird gesammelt und dann so präsentiert, wie wenn all dies in meiner Region stattfindet. - Leider machen dann Viele nicht mehr den Unterschied, dass:
a. dies Fälle aus der ganzen Welt sind (und nicht unbedingt in der eigenen Region/Land stattgefunden haben)
b. sie einen kleinsten Bruchteil des Wirkens der Glaubensgemeinschaft darstellen.
c. bewusst nach Negativem gesucht wird um Auflagen zu stärken usw.
d. es für viele befriedigend ist - oder fast zum Sport geworden ist -, über die Glaubensgemeinschaft, den Glauben negativ herzuziehen.
Und hierbei machen leider sehr Viele mit - Einzelpersonen, Institutionen, Medien.

Darf ich mal fragen: Wann haben Sie das letzte Mal von unseren Bischöfen, Personalverantwortlichen - nicht im stillen Kämmerlein - gehört, was die vielen oben genannten Personen an Gutem leisten? Wann haben Sie dies gehört?
Wann haben Sie wirklich in den grossen Medien gehört, was die Glaubensgemeinschaften Gutes und Wertvolles leisten?

Es ist erstaunlich, wie wir hier an der eigenen Selbstdemontage und Selbstzerstörung arbeiten.
Am sichtbarsten wird dies mit dem "Priesterbild", das vermittelt wird. - Wir brauchen nicht das überhöhte Priesterbild, das über Jahrzehnte vorgespielt wurde. Doch von diesem Extrem ist man über gegangen in ein sehr negatives Priesterbild, so dass man sich fragen muss:
1. Ist nicht jeder Priester einem Generalverdacht unterworfen negativ zu handeln?
2.Wird nicht das Fundament gelegt mit den vielen negativen Rufen zur Abschaffung des Priestertums (und damit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet)
3. Wo bleibt die verkündete christliche Botschaft mit ihrem Platz?
4. Wo bleibt die Betreuung der Seelsorgenden?
5. Wann hören wir auf uns mit uns selbst zu beschäftigen, uns zu zerfleischen und den Menschen wieder - auch in den eigenen Medien - darzulegen, wofür sich viele der oben genannten Personen, einsetzen: für das Leben! Und dabei die Kräfte hierfür frei haben?
Sollten wir uns nicht ändern, dann geht unsere Demontage weiter! Und jene, die demontieren, erhalten dann auch keinen Lohn mehr.
Unsere Glaubensgemeinschaft/Kirche braucht Kritik - doch eine aufbauende und zukunftsweisende.
Und unser Glaube - mit der entsprechenden Gemeinschaft - hat eine Zukunft, wenn wir uns alle weiterhin für das von Gott geschenkte Leben einsetzen!
0 Kommentare

Kirche wohin? Kirche, wer bist du?

9/8/2022

0 Kommentare

 
Bild
Dieses wunderschöne Bild wurde mir zugesandt. Ein Kreuz, das Zeichen der Sicherheit des Getragenseins-in-Gott ist (also des Glaubens) und ein Mensch, der in die Weite schaut und die schöne Welt bestaunt. Ein Mensch, der sozusagen in die Zukunft schaut.
Mir gefällt das Bild und ich bin sehr dankbar, dass ich dies geschenkt bekommen habe.
Doch beim zweiten Anblick ist dies Bild ein starkes Symbolbild für die heutige Zeit unserer Kirche: Der sitzende Mensch schaut nicht auf das Kreuz und die Schöpfung. Nein, er schaut nur die Schöpfung an und bestaunt diese. - So wurde symbolisch einfach zum Ausdruck gebracht: die  Schöpfung sagt mir mehr als das andere und ich brauche dies Kreuz und diesen Glauben, das Getragensein-in-Gott nicht.
Und so wird hier bildlich ausgedrückt wie viele Menschen über die Glaubensgemeinschaft und damit die Kirche denken.
Das Ideal wäre jedoch das Gegenteil des Bildes: Der Mensch schaut durch das Kreuz auf die Schöpfung. - Und das ist der Platz unserer Kirche. Hierauf haben wir hinzuarbeiten und die Kirche sich wieder einzubringen. Und dies heisst: Den Menschen wieder die Grundlage zu geben sich "in Gott getragen zu wissen" und die schöne Welt/Schöpfung geniessen und erleben zu können.
Es braucht nicht viel - nur die richtige Sichtweise!
​
Bild
0 Kommentare

sich entschuldigen für andere

8/8/2022

0 Kommentare

 
Letzthin wurde ich von jemandem gefragt, wofür sich denn unser Papst in Kanada entschuldigt habe. Und die Frage war ergänzt mit der ergänzenden Feststellung: "Sich entschuldigen für das Verhalten anderer, das geht doch nicht. Ich kann mich nur für mich entschuldigen und für mein Verhalten."
Na ja, der Papst hat sich ja nicht für sein persönliches Fehlverhalten entschuldigt. Er hat sich entschuldigt als Repräsentant einer Institution für das Verhalten von Personen, die als Amtsträger an Fehlverhalten beteiligt waren. Insofern ist diese Entschuldigung schon möglich und auch wichtig!
Doch habe ich manchmal das Gefühl, dass heute - von wem auch immer - gerne entschuldigt  und damit das Gefühl vermittelt wird, "und jetzt ist alles damit erledigt und adacta gelegt." - Ja, es entwickelt sich fast ein "Sport" aus dem sich-entschuldigen!
Aus meiner Sicht wäre es dabei ergänzend wichtig, ganz konkret und so schnell wie möglich Wege zu finden, dass entstandenes Unrecht schonungslos aufgeklärt wird und gleichzeitig hierfür Konsequenzen gezogen werden, damit dies nicht mehr geschehen kann. - Ansonsten haben alle Personen, die sich für ihre Institutionen entschuldigen, nichts daraus gelernt und machen sich selbst - und diesmal persönlich - schuldig.
Doch hierfür braucht es Persönlichkeiten, die hinzustehen wagen, die Rückgrat haben und die keine Angst vor Amtspersonen, Vorgesetzten, usw. haben. Hierzu braucht es Menschen, die auch nicht an ihre eigene Karriere denken, sondern vielmehr Menschen, die wirklich das Wohl der Menschen vor Augen haben und sich in deren Dienste sehen.  - Und hier mangelt es aus meiner Sicht nach wie vor an den entsprechenden Einstellungen und Verhaltensweisen.
Darum habe ich Mühe mit dem vielen sich-entschuldigen! Umso mehr freue ich mich an jenen Persönlichkeiten, die kein Unrecht getan haben und sich einsetzen für Veränderungen zu richtigen Lebenseinstellungen, zu richtigen Arbeitshaltungen, zur Umsetzung der christlichen Werte.
Es ist ein grosses Anliegen meinerseits, dass wir Menschen uns nie für etwas entschuldigen müssen, das wir getan haben - ein grosses und hohes Ideal, das es aus meiner Sicht zu realisieren zu versuchen wert ist.
0 Kommentare

Ferien - aufmerksam sein?!

29/7/2022

0 Kommentare

 
In diesen Tagen sind viele Menschen in den Ferien. Auf vielen "Kanälen" wird dann davon berichtet: auf sozialen Kanälen im Internet, per Karte, per Brief, per email, usw.
Dabei ist auffällig, wie manchmal "kleinste" Dinge positiv mitgeteilt werden. Es wird die Freude gezeigt über etwas Erreichtes, die schöne Landschaft, das gute Essen, das Miteinander sein. Es wird sogar Freude gezeigt darüber, dass man müde und erschöpft ist nach einer Wanderung.  - Die Welt erstrahlt auf einmal in einem ganz anderen Licht: von der schönen Seite durch die Wahrnehmung der Offenheit und dem Schenken der Aufmerksamkeit! - Und damit kommt ein Akzent dazu: die Personen haben sich Zeit genommen! Und sie wurden beschenkt: Im Zeitnehmen sind sie offen geworden, haben Aufmerksamkeit gewährt und durften empfangen.
Mich freut dies sehr!
Dabei habe ich einen einfachen Wunsch, den ich daran knüpfe: Diese Haltung - ist sie neuentdeckt? - im normalen Alltag auch zu leben und zu pflegen. Es ist gar nicht so schwierig, doch würde sie vielen Freude machen.
Die Bilder zeigen einen berühmten Wanderweg in Liechtenstein auf dem fast alle paar Meter ein anderer Blick frei wird auf die Schönheit des Lebens. Die einzige Aufgabe dabei ist, den Weg zu gehen, sonst wird es verpasst! Die einzige Aufgabe ist die Haltung der Aufmerksamkeit zu leben, sonst wird viel verpasst!
0 Kommentare

Wieviel?

25/7/2022

1 Kommentar

 
In diesen Tagen ist viel zu hören von verlorenen Koffern, von zu vielen Koffern, usw. - Und früher war es zumindest in den Flugzeugen so, dass die Handgepäcke zu gross wurden, da in den mitgenommenen Koffern nicht alles Platz hat.
Ja, wieviel soll man mitnehmen auf Reisen? Alles für alle Eventualitäten: für Hitze und Kälte, für Regen und Schnee, für Bademöglichkeit und Skiwandern, für Alltag und noblen Ausgang? - Wieviel und für was?
Nehmen wir in unseren Anliegen nicht oftmals auch zu viel mit? Zu viel indem wir uns über alles Gedanken machen, für alles vorbereitet sein wollen?
Und der Effekt davon? Unser Kopf ist überlastet, schon voll gestopft und kann nichts mehr aufnehmen?
Weniger ist manchmal mehr!
In meiner Pfarrei kommen viele Jakobspilger vorbei, meist nur mit einem Rucksack (schliesslich muss ja alles getragen werden) oder mit Seitentaschen bei Velos. - Sie beide sind Zeichen für das NICHT-Zu viel mitnehmen.
​ 
Bild
1 Kommentar

Durchlüften...

21/7/2022

0 Kommentare

 
In diesen Tagen wird bei uns im Pfarrhaus frühmorgens alles geöffnet um Durchzulüften. Die Fenster und Türen gehen alle auf - ja, sie bleiben dann auch auf. Es kommt frische und bereichernde Luft in die Räume und es kann wieder geatmet werden. Der so entstandene Durchzug mit der Offenheit lässt das Leben wieder mit frischem Atem gestalten und pflegen. Und das Schöne dabei ist: ausgewechselt ist nur die Luft; die Möbel, Bilder, Bücher usw. bleiben alle vorhanden.
Ein solches Durchlüften wünsche ich mir auch für meine Kirche und Glaubensgemeinschaft. Ein Durchlüften, das wieder sichtbar macht für was wir da sind und wo wir unsere Akzente zu setzen haben. Ein Bereinigen von Wesentlichem und Unwesentlichem. Eine Klarheit sich für die Menschen einzusetzen und nicht eine Selbstbeschäftigung. Eine Deutlichkeit, dass Gott uns seine Liebe schenkt um uns zu helfen und nicht zu belohnen. Die Möglichkeit wahrzunehmen, dass Sakramente Zeichen und Wirklichkeiten der Liebe Gottes sind und für uns Menschen da sind - und diese zugänglich gemacht werden sollen.
Sie sehen unten ein Foto unserer Eingangstüre beim Pfarrhaus. Wie viel schöner ist es noch, wenn in ein frisch gelüftetes Haus hineingegangen werden darf und die Eingangstüre so freundlich und strahlend mit Blumen den Menschen empfängt - empfangen mit Leben.
So wünsche ich ein gutes Durch- und Auslüften.
Bild
0 Kommentare

Aufmerksamkeit? Für wen, zu wem?

17/7/2022

0 Kommentare

 
Im heutigen Evangelium von Lukas (Lk 10,38-42) wird Jesus von Maria und Martha bei ihnen Zuhause begrüsst. Martha geht sofort in die Küche und kocht etwas. Maria wendet sich Jesus zu.
Der Text ist vielen bekannt und wird oft dargestellt als ein Gegenüber von Tätigsein und Ausruhen, von Aktivismus und Passivismus.
Doch geht es hierin um etwas ganz anderes. Es geht um die Aufmerksamkeit, die geschenkt wird. Jesus kommt unerwartet und er wird empfangen.
Doch dann wird Jesus - und das ist das Entscheidende - Aufmerksamkeit zuteil. 
a. Martha schenkt ihm ihre Aufmerksamkeit indem sie in ihn hineininterpretiert, was er will. Sie fragt nicht, sie hört nicht hin. Nein, sie vermutet, dass er was zu Essen braucht und geht an die Arbeit. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich eigentlich an sich selber: ich schaue für mich, dass ich was zu tun habe, dass meine Einstufung umgesetzt wird.
b. Maria schenkt ihm die Aufmerksamkeit und nimmt ihn zuerst einmal wahr. Sie sieht ihn, hört ihn und stellt fest, dass er gar nicht essen will, sondern Dasein möchte und reden, berichten, erzählen. Sie stülpt ihre Wünsche nicht auf ihn über, sondern schenkt ihm die volle Aufmerksamkeit und hört zu.
Für mich ist diese Erzählung ein schönes Bild für unsere gesellschaftliche und kirchliche Situation. Wie oft wird ein grosser Aktionismus betrieben wie in Punkt a. Und dann werden die eigenen Vorstellungen ohne genau hinzuschauen auf die anderen übertragen. Und der krönende Abschluss ist dann die Begründung, dass dies so gewünscht gewesen sei. - Also eine Rechtfertigung des eigenen Egoismus.
So wird entsprechend viel gewirkt in der Welt, das gar nicht gewollt ist oder nur sich selber dient.
Wie viel anders wäre unsere Welt und Kirche, wenn wirklich hingeschaut würde, auf das, was nötig ist und gebraucht wird? Viele Problemlösungen wären dann umsetzbar, weil der Wille erkennbar ist auf welches Ziel hingearbeitet wird. Nicht das Ziel des Bewahrens für sich selbst, sondern es ist das Ziel des Helfens und Eingehens auf den Nächsten und Mitmenschen. Entsprechend sind hier Eigeninteressen hintenangestellt und das andere steht im Zentrum. In der Kirche heisst dies dann: Nicht etwas einfach machen, weil ich es so will! Vielmehr etwas machen, weil wir die Hilfe Gottes den Menschen zuteil kommen lassen wollen - und zwar so grosszügig wie Gott es ist. 
0 Kommentare
<<Vorher
Weiterleiten>>

    Archiv

    April 2026
    Februar 2026
    Dezember 2025
    August 2025
    Juli 2025
    Mai 2025
    April 2025
    März 2025
    Februar 2025
    Januar 2025
    Dezember 2024
    November 2024
    Oktober 2024
    September 2024
    August 2024
    Juli 2024
    Juni 2024
    Mai 2024
    April 2024
    März 2024
    Februar 2024
    Januar 2024
    Dezember 2023
    November 2023
    Oktober 2023
    September 2023
    August 2023
    Juli 2023
    Juni 2023
    Mai 2023
    April 2023
    März 2023
    Februar 2023
    Januar 2023
    Dezember 2022
    November 2022
    Oktober 2022
    September 2022
    August 2022
    Juli 2022
    Juni 2022
    Mai 2022
    April 2022
    März 2022
    Februar 2022
    Januar 2022

    Kategorie

    Alle

    RSS-Feed

Bild
SSR-Pfarrer Kurt Vogt
Herrengasse 22, 6430 Schwyz
079 964 63 61;  [email protected]

BlueSky
Bild
  • Home
  • Blog
  • Predigten
  • Livestream
  • Youtube
  • Monatstafeln
  • Ely
  • Kontakt